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Rechtliches


Netzwerkgeld ist eine Vereinbarung in einer Gemeinschaft eine Sache oder virtuelle Recheneinheit zu nutzen. Diese Nutzung kann als Tauschmittel, als Wertspeicher oder als Wertmaßstab erfolgen. Die Gemeinschaft der Nutzer*innen definiert sich über ein räumlich abgrenzbares Gebiet, aus ähnlicher Betroffenheit oder Interessenslage. Aus der Vereinbarung der Akzeptanzspartner ergibt sich, dass die Einlösung bei Akzeptanzspartnern garantiert wird. 

Juristisch werden Netzwerkgelder als Privatgeld oder nichtstaatliche Ersatzwährung eingestuft. 
Um staatliche Sanktionen zu vermeiden, ist der Erwerb oder Umtausch in Währungen die einem staatlichen Monopol unterliegen, auszuschließen. Bewährt hat sich, im Rahmen der Vereinbarung in der Gemeinschaft einen Wertekodex zu entwickeln, der die Ziele der Gemeinschaft zum Einsatz eines Netzwerkgeldes transparent macht. 
Der Gesetzgeber hat  durch die Kontokorrentverrechnung im Handelsgesetzbuch die Möglichkeit geschaffen, Leistungen ohne Nutzung der staatlichen Währungen erfüllungshalber zu verrechnen. Hierin liegt eine Möglichkeit der Geldschöpfung von Gemeinschaften unabhängig vom Münzregal des Staates und der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken.

Als Zahlungsmittel genutztes Netzwerkgeld wird häufig in Form von Münzen, Scheinen oder in Wallets herausgegeben. 

Gegenwärtig wird Netzwerkgeld bei Tauschringen, Regionalgeldern, Konzernwährungen und Bonussystemen genutzt.
Netzwerkgeld kommt auch zum Einsatz im Rahmen von Projektfinanzierungen. 

Bei Zahlungen an unbekannte Herausgeber von virtuellen Einheiten oder bei ICO Finanzierungen ist allerdings größte Vorsicht und Interessensabwägung geboten.

Für Fragen und weiteren thematischen Austausch steht Ihnen Rechtsanwalt Frank Jansky zur Verfügung.
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